Das Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld ist "Umweltschule“

 

Das Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld ist auf einer Auszeichnungsveranstaltung der Regionalabteilung Lüneburg im Freilichtmuseum am Kiekeberg (Ehestorf-Rosengarten) im Herbst 2019 erstmals mit dem Qualitätssiegel "Umweltschule in Europa /  Internationale Agenda 21-Schule" zertifiziert worden: Die Vertretung des AGG erhielt neben 48 weiteren Schulen in der Region Lüneburg aus den Händen des Niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne eine offizielle Urkunde sowie eine entsprechende Fahne, mit der die Schule mehr noch als bisher für Umwelt und Natur nach außen hin deutlich Flagge zeigen wird.

Basierend auf der Idee, das Schulprofil des Gymnasiums deutlicher auszuschärfen sowie die Bereitschaft zum Engagement seiner Schülerinnen und Schüler im Bereich „Umwelt“ und letztlich auch deren Identifikation mit ihrer Schule zu fördern, hatte sich die Schulgemeinschaft des AGG Ende des Jahres 2017 dafür ausgesprochen, das Projekt „Umweltschule in Europa“ aufzulegen und sich um eine Zertifizierung des Aue-Geest-Gymnasiums zu bewerben, das allein schon durch seine Benennung die Verbundenheit mit den prägenden Landschaftselementen seiner ganzen Region unverkennbar zum Ausdruck bringt.

Erfolgversprechend für eine derartige Bewerbung erschien ferner allen an den weiter erforderlichen Schritten maßgeblich Beteiligten die Tatsache, dass das AGG bereits über günstige Voraussetzungen verfügte, um das angestrebte Qualitätssiegel zu erhalten: Schon zum damaligen Zeitpunkt liefen bereits kleinere Projekte, und es bestanden unterschiedliche Initiativen, die den Gedanken der Zertifizierung im Grunde genommen unterstützten, indem sie sich die nachhaltige Verbesserung der Umweltverträglichkeit der Schule zum Ziel gesetzt hatten.

Für die angestrebte Zertifizierung des Gymnasiums galt es darüber hinaus, nunmehr Schwerpunkte bzw. Handlungsfelder („Klimawandel / Energie / Klimaschutz“ und  „Nachwachsende Rohstoffe / Abfall und Recycling / Nachhaltiger Handel und Fair Trade) auszuwählen, die dann von der Schulgemeinschaft im Rahmen so unterschiedlicher Aktivitäten wie u.a. dem Bau eines Insektenhotels, von Weidenflechtzäunen, Nistgelegenheiten für Tiere und Überwinterungsstationen für Igel, der Anlage einer Blumenwiese für Bienen, dem Installieren eines Wasserspenders sowie Handy- und Deckel-Sammelaktionen im weiteren Projektzeitraum konkret verfolgt wurden.

Die Dokumentation all dieser Aktivitäten überzeugte letztlich die aus Vertreterinnen und Vertretern des Kultusministeriums, des Umweltministeriums, des Landeselternrates und des Landesschülerrates bestehende Jury und führte erstmals zur Auszeichnung des Aue-Geest-Gymnasiums als „Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule“ auf dem Festakt in Ehestorf. Neben einer offiziellen Urkunde erhielt die Delegation der Harsefelder Schule dort aus den Händen des Niedersächsischen Kultusministers Grant Hendrik Tonne und Markus Steinbach (Regionalkoordinator) auch eine Flagge. Diese soll an einer exponierten Stelle des Gymnasiums aufgehängt werden und wird die Schulgemeinschaft sicherlich auch dazu anzuhalten, in diesem Projekt kontinuierlich weiterzuarbeiten, wie Schulleiterin Ute Appelkamp bei der Entgegennahme betonte.

Hintergrund:

Die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule" wird von der Niedersächsischen Landesschulbehörde jährlich an Schulen in Niedersachsen verliehen.

Schulen aller Schulformen nutzen in Niedersachsen seit inzwischen 24 Jahren die Chance, sich mit der Teilnahme an diesem Projekt ein zukunftsorientiertes Profil im Sinne der Agenda 21 zu geben. Niedersachsenweit nehmen aktuell 340 Schulen an diesem Projekt teil.

Mit zwei Themen aus dem Bereich der Umwelt- / Nachhaltigkeitsbildung muss sich jede Schule kreativ und engagiert auseinandersetzen. Eine Vielzahl von Themen kann gewählt werden: Abfall, Wasser, Energie, Naturschutz, Biodiversität sowie ökologische Gestaltung des Schulgeländes, Mobilität, Gesunde Ernährung, Kunst und Ökologie. Weitere Projekte behandeln globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme, Beiträge zum Klimaschutz, die Gründung einer nachhaltigen Schülerfirma und nachhaltiges Wirtschaften.

Der nachhaltige Umgang mit der eigenen Lebenswelt und der Blick auf die zur Verfügung stehenden Ressourcen und auf spätere Generationen stehen im Vordergrund. Die beteiligten Schulen handeln damit im Sinne der von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 gestarteten Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Foto: D. Hinrichs