Team- und vertrauensbildende Maßnahmen im Wingster Wald

Auch in diesem Jahr warteten auf die nach den Sommerferien neu eingeschulten Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5, die sich im vorigen Monat (19.10 bis 21.10.2016) zum Abschluss ihrer "Eingewöhnungsphase" an unserem Gymnasium gemeinsam mit ihren Klassenleitungen StR´ Merle Lehmkuhl, StR´ Lena Vieten, OStR´ Kati Bente und StR Steffen Wiegand auf eine zweieinhalbtägige Kennenlernfahrt in die Wingst aufgemacht hatten, so manche Herausforderungen: Mutig, vor allen Dingen aber gemeinsam konnten diese in der Regel bewältigt werden – und der Spaß dabei, schenkt man den nachfolgenden Berichten aus den jeweiligen Klassen Glauben, kam auch nicht zu kurz.

„Wir lernen uns kennen!“ - Unter diesem Motto fand in diesem Jahr wieder die Fahrt aller fünften Klassen, der 5 F1, 5 F2, 5 SL1 und 5 SL2, in die Wingst statt. Wir haben viel erlebt, Einiges gelernt und vor allem daran gemeinsam gearbeitet, eine Klassengemeinschaft aufbauen zu können. Um allen einen kleinen Einblick in unsere Abenteuer auf der Kennenlernfahrt zu gewähren, folgt hier aus jeder Klasse ein kurzer Bericht:

Sprung aus acht Metern Höhe

Die 5. Klassen fahren jedes Jahr auf Kennenlernfahrt in die Wingst. Dort wird ihnen mit vielen Spielen und Übungen vermittelt, wie sie untereinander den Zusammenhalt stärken und Vertrauen gewinnen. In einer Übung zum Beispiel durften die Kinder einzeln von einer ungefähr acht Meter hohen Leiter springen. Natürlich ist dieser riskante Sprung gesichert! Unten stand ein Trainer und hielt die Kinder mit einem Seil fest. Danach stieg jeder auf die Leiter. Alle durften ihre Springhöhe selbst aussuchen. Einige sprangen von ganz oben aus dem Stehen, andere trauten sich das aus halber Höhe. Natürlich sind alle sehr aufgeregt gewesen, denn sie mussten dem Trainer vertrauen, dass er nicht losließ, um weich auf dem Waldboden zu landen. Letztlich hat es allen sehr viel Spaß gemacht

(geschrieben von Janna H. und Amélie F., Klasse 5 F2)

Die Nachtwanderung

Wir waren gegen Abend auf unseren Zimmern, und kurz darauf ging es los: die Nachtwanderung! Als wir den Wald erreichten, wurde es immer dunkler und dunkler, bis wir nach einiger Zeit zu einer Kerze kamen. Dort setzten wir uns an einen Baum und lauschten in die Nacht. Dann gingen wir weiter. Wegen der Dunkelheit stolperten einige von uns hin und wieder. Plötzlich entdeckten wir ein Seil und folgten diesem, bis wir zu einer Person kamen. Sie zeigte uns Knicklichter, denen wir folgen sollten. Am Ende trafen sich alle Schüler wieder und gingen gemeinsam zurück. Die Nachtwanderung war spannend und unsere Klasse hatte sehr viel Spaß dabei!

(geschrieben von Tom Levi G., Klasse 5 SL2)

Taschenlampen verboten!

Am ersten Abend haben wir eine Nachtwanderung gemacht. Als wir aufbrachen, war es noch relativ hell, aber je tiefer wir in den Wald eindrangen, desto dunkler wurde es. Schließlich konnte man die eigene Hand vor Augen nicht mehr sehen. So mussten wir sehr gut aufpassen, denn man konnte sehr leicht stolpern. Zum Glück warnten wir uns gegenseitig vor Ästen, Baumstämmen und Gestrüpp. Aber immer wenn es zu laut wurde, blieben unsere Teamer, die vorangingen, stehen, denn wir sollten eigentlich ruhig sein, damit wir die Geräusche der Nacht und des Waldes hören können. Manchmal mussten wir ganz schön lange warten, bis alle wieder still waren. Nun konnten wir wirklich viele Geräusche hören: Tiere, andere Menschen, Autos und Geräusche, die uns auch ein bisschen Angst machten, weil wir nicht wussten, was das war. Dann kamen wir endlich zu einem Licht, das den Anfang eines Pfades markierte. Jeder musste ab hier allein klarkommen. An einem Seil tasteten wir uns langsam entlang, bis uns am Ende Frau Bente in Empfang nahm und uns auf einen Knicklichtergang schickte. Nur wenn wir diesen schwachen Lichtern gefolgt waren, konnten wir zu unseren anderen Mitschülern gelangen. Auch wenn es zum Teil ganz schön gruselig war, hat es uns doch super gefallen – cool!

(geschrieben von der Klasse 5 SL1)

Der Wingster Aussichtsturm

Am zweiten Tag standen wir um 8 Uhr auf und gingen zum Frühstück. Dort durften wir uns auch noch ein Lunch-Paket packen. Danach ging die Wanderung zum Wingster Aussichtsturm los. Es wurde auch nicht langweilig, denn zwischendurch machten wir verschiedene Vertrauensspiele wie beispielsweise das Führen eines Kindes, das verbundene Augen hatte. Nun gab es einen kleinen Zwischenstopp auf dem Spielplatz. Anschließend erreichten wir den großen Aussichtsturm. Von oben konnte man so weit gucken, wie das Auge reicht. An den Fenstern des Turms standen die Namen von Dörfern und Städten sowie eine Karte, mit deren Hilfe man sich gut orientieren konnte. Bald wurde es Zeit, zur Jugendherberge zurückzuwandern. Es war ein tolles Erlebnis.

(geschrieben von Peter W.,  Klasse 5 SL2)

Slackline – Der Tiefseilgarten

Bei einem Tiefseilgarten sollten wir versuchen, über ein Seil zu laufen. Zuerst sind wir alle nicht weit gekommen, da wir es nur mit unseren besten Freunden versucht haben. Wir sind immer wieder vom Seil gefallen. Dann haben unsere Teamer gesagt: „So kann es nicht weitergehen. Ihr müsst etwas ändern!“ Nach ungefähr einer Stunde haben wir erkannt, dass wir mit allen Kindern der Klasse 5 F1 zusammenarbeiten mussten, sodass dann endlich das erste Kind am Ziel angekommen ist: Luke! Danach kamen mehr und mehr ins Ziel. Erst nach ca. 2 Stunden waren fast alle von uns am Ziel, nur ein Kind fehlte noch. Wir haben unserer Mitschülerin dann alle geholfen: Überall auf den Seilen standen dann Schüler, es war ein Gewirr aus vielen Menschen auf der Slackline. Immer wieder ist sie heruntergefallen, aber hat nicht aufgegeben und es dann schließlich geschafft. Endlich! Wir haben alle vor Freude geschrien, bis keiner mehr konnte!

(geschrieben von der 5 F1)