Bei Menschen hinter Mikrofonen

Einmal mit den eigenen Augen auch zu sehen, was man sonst nur hören kann, nämlich den Blick hinter die Kulissen eines Radiosenders zu werfen: Dieser Wunsch veranlasste die Klasse 8 F1 am gestrigen Tage (17.07.1012), sich in Begleitung von Frau OStR´ Evelyn Graevenitz und Frau OStR´ Kati Bente auf den Weg nach Hamburg in das Landesfunkhaus des NDR zu begeben, aus dem der Hörfunksender NDR 90,3 "das Beste aus dem Norden" durch den Äther schickt. Dort erfuhren die Schüler, wie Radio für Hamburg gemacht wird und dass der Mensch hinter dem Mikrofon, der Moderator Stephan Hensel, keineswegs „gesichtslos“ ist, wie Aylin Öner (8 F1) zu berichten weiß.

Unsere Klasse startete in dieser letzten Schulwoche vor den Sommerferien das Projekt „Radio“. Wir versprachen uns durch den Besuch des Landesfunkhauses des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Hamburg, mehr über einen Radiosender zu erfahren, und wollten auch gerne einmal hinter die Kulissen der "Hörfunkmacher" blicken, um zu sehen, wie ein aktuelles Radioprogramm produziert wird, das man täglich und rund um die Uhr hören kann. Den entsprechenden Termin für unsere Exkursion zum NDR hatten wir schon lange im Voraus vereinbart.

Bei unserer Ankunft am Landesfunkhaus in der Rothenbaumchaussee waren wir etwas überrascht, dass sich die Sendegebäude des NDR über ein recht großes Gelände erstrecken. Zum NDR gehören acht eigene Sender: zum Beispiel NDR 1, NDR 2, NDRinfo, N-JOY oder NDR 90,3. Wir selbst wurden dann durch das Studio von NDR 90,3 geführt. Dabei wurden uns die einzelnen Aufgabenbereiche der Mitarbeiter genau erklärt. Es gehören wirklich viele Dinge dazu, die zunächst gründlich geplant und vorbereitet werden müssen, bis eine gute Radiosendung steht und der Moderator „on air“ gehen kann. Jeder muss auf jeden zählen können, denn alles baut aufeinander auf. So bekommen die Radiomoderatoren beispielsweise eine komplette Musiktitelliste und fertige Texte der Redakteure über Verkehrsmeldungen, das Wetter, aktuelle Informationen oder Nachrichten aus Hamburg und seiner Umgebung.

Stephan Hensel, einer der Moderatoren, der sich an diesem Tage bereits für die Mittagsmoderation vorbereitete, zeigte uns dann persönlich die technische Einrichtung und erklärte sein „Moderationshandwerk“. Der Mann hinter dem Mikrofon erwähnte dabei auch, dass bei einem möglicherweise auftretenden Defekt oder Ausfall seines Studios während einer Sendung immer ein Ersatzstudio zur Verfügung steht. Die lockere Art des Moderators gefiel uns allen sehr, und wir konnten ihm viele Fragen stellen. Außerdem durften wir sogar selber das Mischpult und sendetechnische Apparaturen bedienen. Der krönende Abschluss war dann ein von uns selbst aufgenommenes Interview mit vier Klassenkameraden, das eine Technikerin für uns auch noch zusammenschnitt.

Der Tag beim NDR gestaltete sich sehr interessant. Nun haben wir auch eine bildhaft-konkrete Vorstellung von einem Radiostudio. Denn hören wir jetzt den Sender NDR 90,3, so haben wir immer das Bild mit den unzähligen Knöpfen und Bildschirmen des von uns besuchten Hamburger Hörfunkstudios vor unseren Augen. Und hören wir dann auch noch die Stimme von Stephan Hensel, so können wir immer sagen: „Den Moderator haben wir schon einmal live gesehen!“

Bericht: Aylin Öner (8 F1)