Mobil und sicher mit dem Rad

Wie man sich verkehrsgerecht und sicher auf zwei Rädern im Straßenverkehr zu bewegen hat, erfuhren alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 6 am gestrigen und am heutigen Tage (04.06./05.06.2012) im Rahmen eines an unserer Schule für sie obligatorischen Verkehrssicherheitstages: Von Experten des ADAC sowie der Harsefelder und Stader Polizei angeleitet, wurden sie sowohl theoretisch als auch in Form von selbst gemachten praktischen Erfahrungen und eigenen Fahrübungen mit ihrem zweirädrigen Gefährt an jeweils einem Schulvormittag für ein sicherheitsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr sensibilisiert. 

Insgesamt fünf Stationen hatte StR Andreas Höver, der an unserer Schule für den Bereich „Mobilität“ verantwortlich zeichnet, in Kooperation mit den Verkehrsspezialisten der Polizei und dem ADAC rund um das Schulgelände des Gymnasiums eingerichtet: Sehr zur Freude aller unserer Sechstklässler, denen ausdrücklich aufgetragen worden war, ihren morgendlichen Schulweg mit einem uneingeschränkt funktionstüchtigen Fahrrad sportlich in Angriff zu nehmen, und die ihr Transportmittel erwartungsfroh einen ganzen Vormittag über als Lerngegenstand in den Mittelpunkt „schulischen Interesses“ gerückt sahen.

Und nachdem die Schüler/innen an der ersten auf dem Schulhof aufgebauten Station, ein Geschicklichkeitsparcours, bereits den zweiten Nachweis ihrer sicheren Mobilität an diesem Tage erbracht hatten, beäugten anschließend zwei uniformierte Harsefelder Polizeibeamte kritisch den technischen Zustand aller Zweiräder, hielten Mängel fest oder händigten ihren Besitzern für unbeanstandete Fahrräder die begehrte Verkehrssicherheits-Plakette aus.

Den Charakter eher theoretischer Unterweisungen trugen dann die nächsten drei Stationen: Frau Hesebeck von der Stader Polizei zeigte ein Video und hielt einen Vortrag über das sichere Verhalten im Straßenverkehr. Einer ihrer männlichen Kollegen informierte unsere Sechstklässler darüber, was sie im Falle eines Unfalls zu tun haben, und ließ sie zudem einmal praktisch die sogenannte „Rettungskette“ durchspielen. Und in unserem PC-Raum begaben sich alle Schüler/innen auf die „Beiki-Tour“, ein interaktives Lernprogramm, mit dem Kenntnisse und Fähigkeiten rund um das Thema „Radfahren“ vermittelt werden.

Im eigentlichen Sinne des Wortes „auf die Straße“ ging es dann wieder bei der letzten Station, die ein ADAC-Mitarbeiter auf dem abgesperrten Brakenweg eingerichtet hatte. Hier preschte er mit erlaubtem, durchaus aber dann, wenn größere Menschenansammlungen den Wegesrand säumen, nicht mehr als moderat und angemessen empfundenem Tempo 30 auf eine Markierungslinie zu und brachte sein Fahrzeug nach einer Vollbremsung mit quietschenden Reifen zum Stehen. Zuvor sollten alle Schüler/innen mittels von ihnen aufgestellter Hüttchen den voraussichtlichen Anhaltepunkt bzw. den Bremsweg versuchen abzuschätzen. Hierbei und bei weiteren praktischen Erprobungen an dieser Station wurden ihnen auch physikalische Gesetzmäßigkeiten nahegebracht, die im Zusammenhang bei der Einschätzung von Gefahrensituationen im Straßenverkehr eine wichtige Bedeutung erlangen.

Trotz eines umfassenden, lehrreichen und abwechslungsreichen Programms blieb jedoch ein thematischer Aspekt während des diesjährigen Verkehrssicherheitstages völlig unberücksichtigt: Bei immer wieder dräuenden grauen Wolken am Harsefelder Himmel musste im Zusammenhang mit dem „Fahrsicherheitstraining für Zweiräder“ das Problem „Aquaplaning“ (glücklicherweise) nicht eigens aufgegriffen werden.