Projekt: Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“, ein Projekt der in Berlin ansässigen „Aktion-Courage e.V.“, bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das Klima mitmenschlicher Achtung und gegenseitigen Respekts an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Am vergangenen Donnerstag (04.04.2013) erhielt auch das AGG Harsefeld in Anwesenheit von Herrn Helmut Dammann-Tamke (MdL), der für dieses Projekt an unserem Gymnasium als Pate gewonnen werden konnte, seine offizielle Zertifizierung. 

 

Bundesweit gehören über 1100 Schulen dem Netzwerk-Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ an, und mehr als 750.000 Schülerinnen und Schülern sind daran beteiligt. Jede Schule geht dabei die Selbstverpflichtung ein, „nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierung, insbesondere Rassismus zu überwinden“, so wie es der Verein „Aktion-Courage“ als zentrales Anliegen für die beteiligten Schulen formuliert.

Entsprechend des Selbstverständnisses einer Schule ohne Rassismus als ein Projekt von und für Schülerinnen und Schüler wurde auch die Schülerschaft des AGG maßgeblich an der Etablierung beteiligt: 16 Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abiturjahrgangs haben in den zwei zurückliegenden Jahren das von Herrn StR Mirco Jankowski geleitete Seminarfach zum Thema „Migration und Integration“ belegt und sich durch Hausarbeiten, Facharbeiten und Projekte Fachwissen zu diesem Themenkomplex erarbeitet.

Dabei engagierten sich die Primanerinnen Theresa Reichardt, Theresa Amzulescu, Julia-Michelle Hamann und Charleen Bammann in dieser Zeit intensiv dafür, dass das AGG die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ erhalten kann: So wurden die Schülerschaft und das Lehrerkollegium über das Projekt umfangreich informiert. Anschließend mussten die Unterschriften von mindestens 70% der an der Schule lernenden und lehrenden Personen gesammelt werden, die sich durch ihr Signum zu den oben genannten Zielen des Projektes bekennen. Schließlich konnte auch noch der hiesige Landtagsabgeordnete Herr Helmut Dammann-Tamke von ihnen als Projektpate gewonnen werden, der die Ziele und Absichten dieses Projekts eng mit seinem eigenen politischen Engagement verknüpft sieht, wie er es selber an diesem Vormittag in seiner kurzen Ansprache zum Ausdruck brachte.

Mit dem Erhalt der Zertifizierung und des Führens der Bezeichnung geht auch die Verpflichtung unserer Schule einher, weiterhin regelmäßig Projekte zu den Themen durchzuführen, die dazu beitragen sollen, Rassismus jedweder Form und Ausprägung zu überwinden. Im laufenden Schuljahr selbst haben die Teilnehmer/innen des Seminarfachs von Herrn Jankowski bereits drei Projekte verwirklicht. So wurde von den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten unter Beteiligung des Ersten Kreisrates Eckhart Lantz ein Film zu Fragen der Integration im Landkreis Stade gedreht. Weiterhin erprobten die Zwölftklässler Wege des Lernens über fremde Kulturen, indem sie mit Schülerinnen und Schülern einer 8. Klasse typische Essgewohnheiten ausgewählter Länder erarbeiteten und eine Exkursion ins Auswandererhaus Bremerhaven vor- und nachbereiteten.

Bericht von: M. Jankowski und D. Hinrichs

Fotos: D. Hinrichs

Presseberichte über das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ und den Besuch seines Projektpaten erschienen am 05.04.2013 im TAGEBLATT (http://www.tageblatt.de/lokales/harsefeld_artikel,-Schule-gegen-Rassismus-am-Harsefelder-Gymnasium-_arid,211597.html) sowie am 17.05.2013 in der KREISZEITUNG (http://www.kreiszeitung-wochenblatt.de/harsefeld/panorama/harsefelder-gymnasium-ist-jetzt-schule-ohne-rassismus-d9631.html). Der angesprochene Film zu Fragen der Integration im Landkreis ist zugänglich unter: ttp://www.youtube.com/watch?v=lXlgroRVZAQ