Vier Verabschiedungen aus dem Kollegium zum Schuljahresende

Auf der letzten Dienstbesprechung für das Kollegium des Aue-Geest-Gymnasiums Harsefeld zum Schuljahresende 2013/14 am vergangenen Mittwoch (30.07.2014) wurden von Schulleiter Johann Book gleich vier Mitglieder aus dem Kreise des Lehrkörpers herzlich verabschiedet, unter ihnen Frau OStR´ Margret Althaus und Herr StD Hans-Jürgen Schomaker, der erste Koordinator seit Neugründung unserer Schule und Verantwortliche für die Erstellung von Stunden- und Vertretungsplänen. Beide wurden nach der Beendigung ihres Dienstverhältnisses zu Beginn des Monats August in den Ruhestand versetzt.

Nach Abschluss seines Referendariats verlässt Herr Dr. Jochen Braun das Aue-Geest-Gymnasium, ebenso Herr StD Christoph Behrends, der seit 2007 als Englisch- und Religionslehrer an unserer Schule tätig gewesen ist, dabei u.a. die Leitung der Fachschaft Englisch innehatte sowie viele Jahre als ausgewiesener Medienexperte die Homepage des AGG verantwortlich betreute und stetig weiterentwickelte. Beiden Lehrkräften dankte Herr Book in ihrer Abwesenheit für die geleistete Arbeit und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.

Einen schmerzlichen personellen Aderlass erdulden müssen die Fachgruppen Deutsch und Englisch mit dem Ausscheiden von Frau OStR´ Margret Althaus. „Schonungslos bis zur letzten Sekunde“ versah die gebürtige Schwäbin – in den zwei vergangenen Schuljahren jeweils noch einmal mit Abiturkursen auf erhöhtem Niveau freundlich bedacht – auch das Ende ihrer über 40-jährigen Dienstzeit, wie von Herrn Book hervorgehoben wurde. Mit ihr, die sich auch verantwortungsvoll um die an unserem Gymnasium durchgeführte NEPS-Bildungsstudie (National Educational Panel Study) sowie um den Bereich „Berufsorientierung“ gekümmert hat, verliere das AGG „eine gestandene, erfahrene und stringente Kollegin“.

Bei der rückblickenden Betrachtung ihres eigenen pädagogischen Wirkens und auf ihre Harsefelder Zeit werde ihr so ziemlich alles fehlen, so Frau Althaus in ihren Abschiedsworten, nur eines nicht: die Korrekturen von Klassenarbeiten und Klausuren. Nach einer überschlägig angestellten Berechnung sei sie während ihres aktiven Dienstes auf eine Anzahl von sage und schreibe 100.000 zu korrigierende schriftliche Lernkontrollen gekommen – mehr müsse nun wirklich nicht mehr sein.

Mit Herrn StD Hans-Jürgen Schomaker wurde an diesem Tage nunmehr der erste, seinerzeit dem Gymnasium Harsefeld im November des Jahres 2006 zugewiesene Koordinator in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Seine Verlässlichkeit, Sorgfalt und sein Sachverstand bei allen ihm übertragenen Aufgaben, insbesondere die Erstellung von Stunden- und Vertretungsplänen, hätten ihn besonders ausgezeichnet und die liebevolle Abkürzung seines Namens „Schomi“ zu einem Markenzeichen werden lassen. Und dies auch bei den Schülerinnen und Schülern, denen er stets fordernd und leistungsorientiert, immer aber auch fair und zugewandt begegnet sei, wie Schulleiter Book in seiner Ansprache betonte.

Es spreche ebenso für seine Dienstauffassung und Fachkompetenz, dass der Diplom-Mathematiker Hans-Jürgen Schomaker, der neben dem Gymnasium Harsefeld auf berufliche Stationen in Stade und Walsrode zurückblicken kann, in seinem letzten Dienstjahr gleich zwei Oberstufenkurse zum Abitur geführt habe. Zudem bedankte sich OStD Book bei Herrn Schomaker für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der „Schulleitungsrunde des AGG“. Dort sei der mit Wirkung zum 1.8.2014 aus dem aktiven Schuldienst Ausscheidende oftmals auch der „Garant für eine andere Meinung“ gewesen, wie der Leiter des Aue-Geest-Gymnasiums augenzwinkernd anmerkte.

Und obwohl Herrn Schomaker durch einen musikalischen Beitrag von Frau Albert (Gesang) und Herrn Jaacks (Piano), die eine von Frau Stumpfögger textlich nicht gerade unwesentlich bearbeitete Version der „Moritat von Mackie Messer“ im Kreise des versammelten Kollegiums vortrugen, noch einmal die täglich wiederkehrenden Sorgen und Nöte eines Stundenplaners ohrenfällig gemacht wurden, vermochte ihn selbst das nicht von der ganz persönlichen Bilanz seines pädagogischen Wirkens abzuhalten: „Zurück bleibt ein gutes Gefühl!“ Wohl oder auch gerade deshalb, weil er sich in seinen letzten Worten an das Kollegium neben dem Ausdruck seiner ganz persönlichen Wertschätzung aller zu einer gänzlich unverhofften Beichte hinsichtlich einer von ihm schon vor Jahren eigenmächtig vorgenommenen, bislang aber noch unentdeckten Veränderung der Lautsprecherverdrahtung in seinem Dienstzimmer veranlasst sah, um nicht fortwährend von akustischen Störsignalen (Pausenklingeln und Durchsagen) aus der Ruhe gebracht zu werden. Einem reumütigen, gleichwohl auch leidenschaftlichen Experimentalphysiker wie ihm wurde an seinem allerletzten Schultag dieser unbotmäßige Eingriff in die technischen Anlagen unseres Gebäudes allerdings großmütig verziehen!