Elterninfo über SHS

Mit SHS ist an unserer Schule eine Einrichtung entstanden, bei der Schüler und Schülerinnen sich untereinander bei schulischen Problemen helfen. Wie das funktioniert und was Sie davon haben, lesen Sie im folgenden Artikel.
 
 
Liebe Eltern unserer Schule, liebe Schüler und Schülerinnen!

Mit diesem Brief möchten wir Sie über einige Grundsätze des im Rahmen des SHS-Projekts erteilten Unterrichts informieren, damit Sie sich selbst ein Bild von dem machen können, was wir mit SHS beabsichtigen.

Wie schon an Schulen in der Umgebung mit großen Erfolg praktiziert, geht es auch beim SHS-Projekt in Harsefeld im Wesentlichen darum, dass ältere „erfahrene“ Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9-12 jüngeren Schülerinnen und Schülern aus den Klassen 5-11 Nachhilfeunterricht in Fächern erteilen, in denen die Leistungen noch verbessert werden müssen. Der Unterricht wird pro Fach und Woche einstündig erteilt.

Dieser Nachhilfeunterricht ist nicht als Hausaufgabenhilfe angelegt, sondern zielt darauf ab, vorhandene Defizite unterrichtsbegleitend und schülerorientiert systematisch zu bearbeiten und abzubauen. Dadurch sollte es uns gelingen, dass schwächere Schüler besser werden und gute Schüler ihre Stärken weiter ausbauen.

Diese längerfristige Perspektive bringt es mit sich, dass sich der SHS-Unterricht nicht vom Erfolgs- und Zeitdruck abhängig machen soll, der zwangsläufig von den anfallenden Klas-senarbeiten ausgeht. Das schließt nicht grundsätzlich aus, dass im SHS-Unterricht Klassen-arbeiten vor- und nachbereitet werden, bedeutet aber in der Regel, dass es eher unreali-stisch ist, rasch eine deutliche Verbesserung der in den Klassenarbeiten erzielten Ergebnisse zu erwarten. Wenn Leistungsschwächen das Ergebnis von Wissenslücken sind, die sich über eine längere Zeit kontinuierlich vergrößert haben, dann darf man nicht erwarten, dass Lei-stungssteigerungen über Nacht eintreten. Sie sind vielmehr das Ergebnis einer längeren und intensiven „Aufholjagd“. Und dazu will der SHS-Unterricht (den man in diesem Zusammenhang auch als eine Art Training verstehen kann) einen Beitrag leisten.

Wir wollen im SHS-Unterricht keine Hausaufgaben geben! Das schließt aber nicht aus, sondern eher ein, dass dem SHS-Schüler Empfehlungen gegeben werden können, was besonders geübt bzw. wiederholt werden sollte. Wir bitten – um im Bild zu bleiben – diese Übungen als eine Art „Trainingseinheiten“ zu verstehen, die die Schülerinnen und Schüler dem ange-strebten Ziel näher bringen sollen.

Die SHS-Lehrer sollen dabei die sonstige Belastung des SHS-Schülers im Auge behalten, sich im gegebenen Falle aber durchaus auch die Freiheit nehmen, dem SHS-Schüler zu empfehlen, schulfremde Belastungen zeitweise zu reduzieren. Verstehen Sie dies bitte nicht als eine „Einmischung in innere Angelegenheiten“, sondern als einen freundschaftlichen Rat eines älteren Schülers, der am schulischen Fortkommen Ihres Sohnes/Ihrer Tochter wirklich interessiert ist.

Der Erfolg des SHS – Unterrichts steht und fällt aber damit, dass die SHS – Schülerinnen und Schüler Lust dazu haben, also selbst dahinter stehen und ihre Leistungen verbessern wollen. Wenn sie dagegen den SHS – Unterricht als eine zusätzliche und stressige Bela-tung empfinden oder aber der ganzen Sache mehr oder weniger gleichgültig gegenüberste-hen, dann ist der Erfolg des Unterrichts eher zweifelhaft. Auch behalten wir uns vor, eine Beendigung des Unterrichts dann zu empfehlen, wenn zu große Probleme bei der Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern der SHS-Nachhilfegruppe auftreten.

Mit freundlichen Grüßen
gez. W. König (ehem. Beratungslehrer am AGG Harsefeld)
 
 
arrow-yellow Weitere Informationen zu SHS, Stand: Dezember 2014