Aue-Geest-Gymnasium Harsefeld

Segelfahrt nach Ratzeburg

Wie schon in früheren Jahren nahmen einige Klassen unseres 7. Jahrgangs im Rahmen ihrer Klassenfahrt auch in diesem Frühsommer an einem Segellehrgang teil, und zwar in Ratzeburg in Schleswig-Holstein. Im Tagebuchstil und stellvertretend für alle drei Klassen, die an diesem sportlichen und erfahrungsreichen Kompaktlehrgang beteiligt waren, berichten fünf Schülerinnen ausführlich von den gemeinsamen Erlebnissen.

Montag 11.06.2012
Am Montag, den 11.06.2012 ging es für drei siebte Klassen nach Ratzeburg, um Segeln zu lernen. Um 8:00 Uhr trafen sich alle an der Bushaltestelle vor dem Gymnasium, und wir fuhren zweieinhalb Stunden bis zu unserem Ziel. Die Fahrt verlief gut, auch wenn ein bisschen Wasser gespritzt hat!
Nach der Ankunft sollten alle in die Jugendherberge und ihre Zimmer beziehen. Außerdem war eine Stadt-Rallye vorbereitet, die absolviert werden sollte. Dabei kam man am Ratzeburger Dom, dem Rathaus, einer Schule und anderen Sehenswürdigkeiten vorbei. Am Ende konnte man sagen, dass Ratzeburg eine schöne Stadt ist.
Nach einer Pause begann schon die erste Segeleinheit: Zuerst ein wenig Theorie für alle. Dann wurden die Klassen in einzelne Gruppe zu unterschiedlichen Aktivitäten eingeteilt. Eine Klasse durfte schon segeln, die andere machte einen Ruderkurs und die dritte hatte Freizeit, während der man in die Stadt gehen oder im nahegelegenen Küchensee baden konnte. Jedenfalls hatten alle viel Spaß. Es wurde nach einer bestimmten Zeit gewechselt, damit jeder einmal segelte, ruderte und Freizeit hatte.
Nach dem Unterricht in der Segelschule aßen alle gemeinsam Abendbrot in der Jugendherberge. Bis 21:00 Uhr konnten sich die Klassen dann außerhalb der Unterkunft bewegen. Viele haben sich für Schwimmen entschieden. Aber eben nur bis 21:00 Uhr, denn um 21:30 Uhr sollten alle auf ihren Zimmern sein und langsam ruhig werden. Um 22:00 Uhr war schließlich Nachtruhe.

Dienstag 12.06.2012
Am nächsten Morgen war unser erstes Frühstück. Danach stand eigentlich Fahrradfahren auf dem Plan, doch das konnten wir leider nicht, weil es zu wenige Fahrräder gab. Also sind wir Tretboot gefahren, hatten aber trotzdem viel Spaß. Nach ungefähr zwei Stunden sind wir Kutter gefahren.
Als wir dann endlich Segeln konnten, hat es leider geregnet. Nach drei Stunden hatten wir Freizeit, die einige damit verbrachten, um in der Stadt unterwegs zu sein. Um 19.15 Uhr gab es Abendessen. Später waren manche von uns noch im kalten See baden, während andere Spiele gespielt haben.

Mittwoch 13.06.2012
Nach einem reichhaltigen Frühstück stand wieder Segeln auf dem Programm. Heute durften wir das erste Mal alleine segeln, sodass alle ziemlich aufgeregt waren. Wir machten unsere Boote fertig und schon ging's los. Die Zeit verging wie im Fluge, und ehe wir uns versahen, waren wir auch schon wieder auf dem Festland.
Nun ging es zurück zur Jugendherberge, wo wir eine warme Mahlzeit einnahmen. Danach ging es direkt wieder los, diesmal aber mit dem Fahrrad, und zwar zum Grenzhaus. Das ist ein Museum, das viele spannende Inhalte über die ehemalige innerdeutsche Grenze präsentiert, die sich früher durch Deutschland zog. Die etwa 7 km lange Strecke war für alle ziemlich anstrengend, und trotzdem hatten wir keine Verschnaufpause.
Anschließend ging es sofort wieder aufs Wasser. Diesmal fuhren wir Drachenboot. Das ist ein Boot, in dem alle gleichzeitig paddeln, aber im Takt eines Trommlers, der vorne am Bug mit einer Trommel sitzt. Dann hatten wir noch ein bisschen Freizeit, die einige nutzten, um in die Stadt oder an den Strand zu gehen. Nach einem ausgiebigen Abendbrot fielen dann alle todmüde ins Bett.

Donnerstag 14.06.2012
Späteres Aufstehen und größeres Frühstück sind zur Normalität geworden. Doch gleich danach gingen wir direkt zur Segelschule, um unser Gelerntes unter Beweis zu stellen. Erst die Theorie: Aufgrund des guten Zusammenhalts innerhalb der Klasse haben alle bestanden. Auch in der praktischen Prüfung haben wir uns super geschlagen. Alle Schülerinnen und Schüler haben dann ihren Segelschein erhalten. Nun war einfach nur noch selber ausprobieren angesagt: ob Wasserfahrrad, Tretboot, Segeln oder in der benachbarten Schwimmhalle schwimmen. Am Abend aber sind dann alle Klassen zusammen um den beleuchteten Dom gepaddelt. Alles in allem war es ein sehr schöner Tag!


Freitag 15.06.2012
Der Freitag begann damit, dass wir alle unsere Sachen packen mussten. Einige hatte das aber auch schon zum Teil am Donnerstag erledigt, sodass sie jetzt nur noch einen kleinen Teil einpacken mussten. Nach dem Frühstück haben alle ihr Gepäck in einen Raum gestellt, damit sich die "Zimmerkontrolleure" unsere Zimmer ansehen konnten.
Daraufhin sollten wir uns alle zur Segelschule begeben, wo wir unsere Segelscheine bekommen sollten. Dort angekommen, ging's aber erst mal ans Knotenbinden: jeder einen Palstek, einen Achtknoten und einen Kreuzknoten, die wir alle vorzeigen mussten, um unseren Segelschein zu erhalten. Nachdem alle die Prüfung bestanden hatten, erhielten wir freie Zeit, in der wir sowohl die Segelboote und Tretboote als auch die Wasserfahrräder der Segelschule nutzen durften. Viele wollten natürlich sofort von ihren Segelkenntnissen Gebrauch machen und segelten los. Die Übriggebliebenen teilten sich auf die Tretboote und Wasserfahrräder auf. Wer selbst darauf keine Lust verspürte, hatte auch die Möglichkeit, in die Stadt zu gehen.
Als die Freizeit zu Ende war, gab es ein Problem: Die Wasserfahrräder waren nicht angebunden worden und schipperten schon auf den See hinaus. Also mussten einige von uns sie mit viel Geduld und Geschicklichkeit wieder an den Steg zurückholen. Als das endlich geschafft war, gab es abschließend noch eine große Putzaktion: Alle Tret- und Segelboote sowie sämtliche Wasserfahrräder mussten geschrubbt werden. Nach diesem langwierigen Putzakt sind wir alle gemeinsam zur Jugendherberge zurück, nahmen unsere Koffer, und es ging ab nach Hause. Ratzeburg war sehr schön, und unsere diversen Wasseraktivitäten haben sehr viel Spaß gemacht.

Der Bericht wurde verfasst von: Chiara-Moon Berchtold, Pauline Malack, Therese Laser, Franziska Schönzler und Carlotta Sczesny (alle Klasse 7 F1)